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Iguana & Hähnchendesaster

Meine letzten Tage waren so vollgestopft, dass ich wirklich kaum noch zum Schreiben gekommen bin. Ich bin morgens los und abends nur noch ins Bett gefallen, aber die Woche war wirklich irre.

Die ersten Tage habe ich wie erläutert in der Cinnamon Bay auf St. John verbracht, dann hat mich die Zivilisation wieder gepackt und ich hab mich per Boot nach St. Thomas bzw. Charlotte Amalie bringen lassen.

Programm: Strand, Party. Jeden einzelnen Tag. Ihr könnt euch vorstellen, dass ich jetzt, am Ende dieser Woche, mehr als erledigt bin.  Trotzdem war es eine traumhafte Zeit hier.

Samstag habe ich im Marriott at Frenchman's Cove verbracht. Das liegt gegenüber von Charlotte Amalie in einer Bucht und ist einfach nur ein unbeschreiblicher Bunker.



Es hat diese Art von Pool, die, wenn du drinliegst, dich glauben lässt, du blickst auf den Ozean. Am Nachmittag hab ich dann das Watertaxi, ein Motorboot, nach Charlotte Amalie genommen (um die zehn MInuten Vollspeed über das Meer - geil!), also bin ich den Bootssteg runtergelaufen. Aber nicht durchgekommen. Denn: Mir wurde der Weg von Iguanas versperrt. Iguanas! Die sind überall hier, die laufen wild herum und sind wirklich riesig (80-90 cm).



Nutzlos sind sie auch noch, eigentlich nur überdimensonale Leguane, die nichts Besseres zu tun haben, als durch die Landschaft zu kriechen und sich zu sonnen. Ein paar Tage davor hatte ich ein tolles Erlebnis mit einem Exemplar in meinem Zelt. Du liegst drin, liest gemütlich, Reißverschluss halb offen - Iguana guckt rein. Glotz. HALLO?  Das muss doch wirklich nicht sein.

Wie auch immer. Tags drauf war ich mit ein paar Freunden in Secret Harbour schnorcheln (Anmerkung: Hier wurde die Schatzkisten-Schleppszene aus Fluch der Karibik gedreht) und das war wirklich sehr genial.
Allein der Strand schon, laute Reggaemusik, eine Saftbar (mein FRUCHT-Smoothie bestand 80% aus Rum, danach war ich voll. Aber das war eh schon egal.) und noch mehr karibischen Schnickschnack.

Flossen an und ab dafür, Seeigel wie Basketbälle, Seesterne und Schildkröten von 70-80 cm Durchmesser, an die man sich quasi dranhängen konnte. Herumgurkende Calamari, Fische natürlich bunt und teilweise geriet ich in einen Schwarm, der aus
Millionen (und ich übertreibe definitiv nicht!), Millionen bestand, quasi ein schwarzer Vorhang aus Minifischen, von dem ich umringt war. Ich hab praktisch gar nichts mehr gesehen. Wunderschön. (Was ich noch begegnet bin, erzähl ich lieber persönlich - darauf geh ich hier auf Rücksicht auf meine Frau Mama nicht ein, sonst flippt sie aus.).

Zudem hatte ich ja wie gesagt eingekauft, darunter auch einen Kübel Milch. Milch ist hier schweineteuer. Klar, Kühe gibt's hier ja keine, die Brühe muss ja eingeflogen werden. Dummerweise vergaß ich allerdings, die Milch kaltzustellen. Folge: Am zweiten Tag war sie Joghurt. Oder eine ähnliche dickflüssige Pampe. Egal, wir's halt gelöffelt. Dachte ich. Am dritten Tag hab ich auf einmal einen gewehrartigen Knall gehört, als ob irgendwo einer herumballern würde. Als ich nachschauen ging: Schlachtfeld. Fazit: Die Milch war hochgegangen und pappte nun in Form von Hüttenkässe-ähnlicher Konsistenz an Wand, Decke und Boden und sah aus, als hätte einer die Pampe mit einer Kanone herumgebombt. Glaubt mir, ich hab zehn Minuten am Stück nur gelacht.

Gestern waren wir dann noch bei Hooters. Chicken Wings All You Can Eat für 9 $. Und glaubt mir, das war keine gute Idee. Wir waren vier Leute - drei Kerle und ich. Plus zwei Zuschauer, die nur den Kopf geschüttelt haben. Jedenfalls hab es die Wings immer zehnerweise. Rekord lag bei 47, der irgendwann mal aufgestellt wurde. Also wurde fleißig reingehauen und nach Kürze sah ich aus wie eine Sau, Soße überall und Hände mehr als voll. Döner ist nichts dagegen. Nch dem zweiten Teller war bei mir noch alles paletti - nach dem dritten stieg ich auf milde Soße um. Beim vierten ließ ich die Soße dann ganz weg und ab Chicken Wing Nummer 40 wurde es wirklich hart. Zwei hatten schon aufgegeben. Nicht nur anstrengend, sondern Überwindung kostend. Während mein Sitznachbar geschwitzt hat (was bestellt der auch Extra Hot? ), wurde mir auf einmal kalt. Eiweißüberschuss? Egal! Fleißig weitergenagt. Irgendwann hing ich an Nummer 42. Bei 44 hab ich schließlich aufgegeben, weil mein magen nicht mehr mitgemacht hat. Aber immerhin: Zweite geworden.  Mein Bauch war trotz alldem für den restlichen tag mehr als ruiniert, ich hab nichts mehr runtergebacht. Gar nichts mehr. Lustig war's trotzdem.

Desweiteren gab's noch diverse Yachten-Erlebnisse und vieles mehr, aber ich penn hier gleich ein. Zuviel Rum und Schlafmangel.
Morgen geht mein Flieger. Drei Stunden hoch nach Miami.
Endlich...  Ich kann's kaum erwarten... MacArthur Causeway. Das wird mein Highlight trotz allem, was davor schon war.

Liebe Grüße,
Romy

26.5.10 08:45


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Aye aye...

Ahoi Landratten,

ich hatte die letzten Tage schon ein schlechtes Gewissen, weil ich kaum zum Schreiben gekommen bin. Daher jetzt mal ein ausführliches Update.
Die letzten 3 Tage hab ich nach wie vor in der Cinnamon Bay auf St. John verbracht. Hatte am ersten Tag zunächst mal meinen Kühlschrank (angemietet  Hätte aber lieber meinen Kopf reingesteckt - versucht mal, bei 28° C zu schlafen...) mit allerhand gesundem Essen aufgefüllt: Instant Noodles, Mac & Cheese, Cheerios, Pop Tarts. Und natürlich Rum, ohne den geht hier einfach nichts.
Mein Tagesblauf bestand fast ausschließlich daraus, mich direkt nach dem Aufstehen wieder an den Strand zu packen und da auch zu bleiben. Bewegt hab ich mich zwischendurch nur mal an die Bar (an der wie überall hier konstant Reggae läuft.  Wirklich. Man kriegt hier auch fast nur Reggaesender rein).

Heute bin ich also per Nusschalen-Transfer auf der Nachbarinsel St. Thomas gelandet, die im Gegensatz zur totalen Einsamkeit von St. John touristisch voll erschlossen ist. Charlotte Amalie ist eine wunderschöne Hafenstadt. Hier gibt's nebst dicken Hotelbunkern (die aber wirklich unglaublich schön und einen Pooltag dort absolut wert sind, Bilder gibt's morgen nach Besuch) viele kleine Lädchen, Märkte, viel Reichtum (Villen an den Berghängen), aber auch sehr viel Armut. Wie auch auf Hawaii ist ein Großteil der Menschen schwarz. Natürlich auch hier allerhand unterschiedliche Herkünfte aus Südamerika, der Karibik und so weiter. Und natürlich auch der zugehörigen Slang, genannt Ebonic (genau jener, an den ihr jetzt denkt und den kein Weißer jemals nachmachen könnte. Nur in einer viel extremeren Variante mit einem Gemisch aus Spanisch und Französisch, den nicht mal mehr Leute vom Festland verstehen). Was mir gefällt, ist, dass Rassismus hier absolut kein Thema ist, es leben Schwarze wie Weiße zusammen, haben Spaß, tanzen zusammen, begegnen sich mit Respekt. Anders als beispielweise in Kansas...

Die Mentalität der Menschen ist trotzdem anders als auf Hawaii oder dem Festland, sehr viel entspannter. Daher auch die Öffnungszeiten, die mir nach den 24h-Läden in Kalifornien mit einem universalen Ladenschluss von 17 Uhr wieder total ungewohnt vorkommen. So auch der Linksverkehr (Wie in UK: Katastrophal. Vor allem, wenn man auf die Stra0e läuft und ständig erst nach rechts schaut...)
Es docken hier fast täglich riesige Dampfer im Hafen an, laden Leutchen ab, die dann fleißig in die Hafenläden stürmen und schön steuerfrei einkaufen (daher auch die Schmuckläden... gefühlte 80% aller Läden hier), eine Runde drehen und dann wieder abdampfen. (Dienstag landet hier die Oasis Of The Seas - das weltgrößte Schiff. Das will ich mir reinziehen. )

Und das hier ist eine Pirateninsel. Kein Scherz. Ich hab mich heute mal in einem der vielen Antiquitätenläden hier umgesehen und es war ein absoluter Traum: Überall alte Landkarten, Schiffskanonen, Wrackteile, Kompasse, alter Schmuck, Stoffe, Waffen, Münzensammlungen und so weiter. Aus dem Laden kam ich gar nicht mehr raus, weil ich von dem ganzen Seefahrerzeug nicht genug kriegen kann, und so hab ich ich mir vom Inhaber mal einiges erzählen lassen.



Damaliger gefürchteter englischer Pirat Blackbeard (1680-1718) hat sich seinerzeit vorwiegend zwischen den Westindischen Inseln, also den Antillen, und Aufzeichnungen nach vor allem hier auf St. Thomas in der Magen's Bay umherbewegt, hat ordentlich gemetzelt und allerhand erbeutet. Jener Kram ist dann in den Schiffswracks, die vor der Küste teilweise noch immer auf Grund liegen (belieb zum Tauchen), gelandet, irgendwann rausgeholt worden und liegt jetzt in diversen Museen oder eben in Läden wie diesem aus. Für so ein Münzchen legt man in der Regel zwischen 200-2000 $ hin.

Den Nachmittag hab ich dann in der besagtem Magen's Bay verbracht.



...Natürlich mt der Buddel Rum.

Soweit mal für heute, morgen mehr, ich muss weiter entdecken.

Liebste Grüße aus dem Paradies,

Romy

22.5.10 11:49


Irgendwo.... Im Paradies.

Sooo meine Lieben,

hier bin ich also. Gelandet im absoluten Paradies. Hawaii war klasse, aber ich denke, das hier toppt alles.

Ich bin auf Charlotte Amalie gelandet. Auf wem? Ganz richtig. Charlotte Amalie, bzw. St. Thomas, die größte der Amerikanischen Jungferninseln, oder korrekt, wie ich es in den letzten Wochen genannt hab, US Virgin Islands. (Einfach mal googeln). Auf den Kleinen Antillen, angrenzend an St. John, St. Croix, und (jetzt gibt's gleich Schreie von Freundinnen), St. Barth.

Vor einer halben Stunde bin ich mit dem Motorboot-Transfer (kein Witz, eine Nussschale nur für mich, Fähre lohnt sich hier offensichtlich nicht) zur Nachbarinsel gebracht worden. Hier leben 500 Menschen auf der ganzen Insel, Durchmesser beträgt etwa 5 Kilometer. Drumherum türkises, glasklares, flaches Wasser, schneeweißer Sand, bunte Fische und Schildkröten.

Weitere Ziele in der direkten Umgebung, die man sogar von der Küste aus sieht, sind die Britischen Jungferninseln (Boot etwa 30 Minuten), die Niederländischen Antillen, Barbados und Puerto Rico (Dreiviertelstunde). Zu den Cayman-Inseln, Anguilla, Barbuda und Guadeloupe jeweils eine Stunde.

Allein der Flug (über: Miami, Kuba, Bahamas, Haiti, Turks-/Caycos-Inseln, die Dominikanische und Puerto Rico) war mit Abstand das schönste Bild, das sich mir jemals geboten hat. Als hätte jemand türkise Perlmuttplatten auf den Ozean gelegt. Ich habe Delfine springen sehen und die Umrisse von Walen aus der Luft gesehen. Aber seht selbst:

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Wenn man sich das nur ansieht, ist man so fasziniert, wie wunderschön der Planet eigentlich ist. Das ganze Bild, die ganze Perspektive der Welt verändert sich, vor allem, wenn man sieht, wie nah das alles beieinander liegt und wie zauberhaft schön die Natur ist.

Wo bleibe ich? In der Bucht hier ist ein genialer Platz direkt am Ufer, es gibt Hängematten mit Zelthäuschen drumherum, und das alles unter Zimtbäumen und Kokospalmen (Angeboten wird: Pflücke deine Nuss selbst für 1 $! Du kriegst ne Leiter und das war's.).

Die Bucht nennt sich passenderweise Cinnamon Bay (Zimtbucht), der Nachbarhafen Chocolate Hole und auf der anderen Seite liegt Pineapple Beach Dort ist dann auch Leben, Bars, Kneipen und mehr.

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Und hier? Hier ist nix.  Gar nix. Absolute Stille, es sind nicht mal viele Touristen hier (außer mir etwa zehn Leute am Strand,), es sind ein paar Fischer-Ruderboote draußen, das ist alles. Es ist einfach nur Ruhe und Entspannung und absolut traumhaft.

Das hier ist genau das, was ich haben wollte. Es gibt Ruinen einer alten Zuckermühle, es wird hier traditionell Rum produziert, es liegen Schiffwracks vor der Küste, es gibt ein Meeresschatz-Museum, es gibt Karabik-Flair. Kurzum: Eine Pirateninsel. Dass sowas Wunderschönes überhaupt noch existiert. Absolut genial.

Wenn ich mir allein die Karte angucke, würde ich mir die Begriffe am liebsten postern lassen: Ginger Island (Ingwer-Insel), Cooper Island (Kupferinsel), Jerusalem Island, Tortola, Virgin Gorda (alles Inseln, die Umgebung ist voll davon), Rendezvous Bay, Waterlemon Bay, Trunk Bay (bekannter damalige Piratenbucht. Muss ich mir anschauen!).

Schaut euch die Koordinaten am besten selbst auf der Karte an:

Google Maps 

Das schreit geradezu nach Abenteuer... kann kaum erwarten, auf Entdeckungstour zu gehen.

Ich hol mir jetzt meinen Rum.

Romy

19.5.10 20:46


DADE COUNTY! - Ein Zwischenstopp.

Sodala, das hätten wir. Erste Etappe geschafft. Die letzten zwei Tage waren wirklich irrer Stress, ich bin gar nicht mehr dazu gekommen, irgendwas zu erzählen.

Mein letzter Abend in Honolulu war mit Abstand der genialste. Ich war noch auf der Kalakaua Avenue unterwegs und hab die letzten nötigen Sachen besorgt, als ich drei Kerle überholt hab, die über Germany geredet haben und ich hab mich direkt eingemischt. So hatte sich herausgestellt dass einer davon, 24, aus Konstanz kam. Mit dem hatte ich mich dann gleich für die Happy Hour bei Duke's verabredet und so gab's noch als Abschluss vier Mai Tai zum Preis von zweien. Partystimmung, jede Menge Surfer, laute Musik, alles voll. Fantastisch gewesen. Zusätzlich war ich dann noch kurzzeitig die Attraktion des Strands, da ich - ja ich weiß, das ist bekloppt, zwei Stunden vor Abflug, aber es war wirklich übelst heiß und ich dachte mir, was soll's, ist doch spaßig - samt Klamotten ins Meer bin, patschnass von oben bis unten wieder rauskam (die Blicke der Leute an der Bar waren Gold wert ) und so direkt eine halbe Stunde später zum Flughafen bin. . Gestern in LA dann Hetze pur, gelandet, kurz ins Einkaufszentrum nach Beverly, Gepäck in Santa Monica geholt und wieder zurück zum Flughafen.

Aber zum aktuellen Status Quo:

Ich bin die Nacht durchgeflogen (danke an die Zeitverschiebung, dass das so schnell ging), gestern Abend in LA weg und vor einer halben Stunde in Fort Lauderdale, Florida gelandet. Ich hab den ganzen Flug nur geschlafen. Ich liebe Nachtflüge, mit Decke, Essen und Musik im Ohr. Mir ist mittlerweile aufgefallen, dass das Flugzeug der einzige Ort ist, wo ich mal richtig runterkomme, klar denken und Entscheidungen treffen kann. Ich kann da stundenlang die Klappe halten und nur aus dem Fenster schauen. Ich finde das herrlich entspannend. (Ich hatte heute die mit Abstand härtesten Turbulenzen aller Zeiten über Mississippi. Hab einfach weitergepennt, mich kratzt das nicht mehr sonderlich - aber meine Mama wäre längst gestorben).
Wie auch immer, 26 Grad schon morgens um Neun hier, eine Luftfeuchtigkeit von gefühlten 150% (Haare braucht man sich hier nicht stylen. Kannste knicken. Aber ich renn sowieso nur mit dem Raus-aus-der-Dusche-Dutt rum, wen interessiert's schon, ich bin im Urlaub, pfeif ich drauf )

DADE COUNTY. Endlich wieder hier, vier Monate ist es her und mir geht das Herz auf.
Hart, so nah an Miami zu sein (8 Meilen), aber doch noch nicht hinzukönnen, denn heute Mittag geht's weiter, Abflug in zweieinhalb Stunden, Gepäck bleibt hier, bis ich zurück bin, muss ich mich wenigstens darum nicht mehr kümmern. Halleluja, dass der Check-In-Schalter bezüglich Gewicht kulant war.
Ich geh jetzt irgendwo am Strand frühstücken, schau mal, ob ich noch Richtung NASA komme und melde mich heute Nachmittag nach Landung an Ort X zurück (nein, nicht auf dem Mond). ;-)

Inzwischen weiß ich, wo das Ziel auf dem Erdball liegt. Hatte mich ja extra nicht informiert, da das einfach nett klang, der Flug günstig war und ich mich selbst überraschen lassen wollte. Aber sieht nett aus da. Freu mich.

Also rätselt mal schön. (Der Tipp mit dem Hinweis gilt übrigens noch immer und ich finde ihn eigentlich ziemlich einfach. Augen auf! Symbologisch als auch wörtlich... ;-)! Bin gespannt, ob es bis heute Nachmittag jemand rauskriegt.)

Liebe Grüße aus dem Sunshine State,

Romy

18.5.10 16:18


Leaving California

Kurze Rückmeldung, ich bin heute morgen 5 AM in Los Angeles gelandet und erstmal geschockt von der "Kälte" hier im Vergleich zu Honolulu... der Tag war purer Stress. Hab noch ein paar Sachen besorgt, mein Gepäck in Santa Monica aufgepickt und sitze nun schon wieder im Gate... in drei Stunden geht's weiter. Uff. Erstmal nur essen und schlafen. :-)

Melde mich morgen Mittag zurück.

Liebe Grüße vom LAX,

Romy

18.5.10 06:43


Regenwald und... wo bin ich hier eigentlich?

Aloha alle miteinander,

zuerst mal ein großes Sorry, dass ich die letzten drei Tage nicht mehr gebloggt habe, aber die Tage waren so vollgestopft und actionreich, dass ich abends nur noch ins Bett gefallen bin. Aber 30 Besucher pro Tag, wow, was für ein Schnitt. Das motiviert mich zum Weitermachen.

Vor drei Tagen ging's Richtung Valley Of The Temples raus in die Pampa, Stück hinter Honolulu. Da fährt ein Bus hin, also bin ich mit Susi einfach mal die Richtung gefahren. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ein Großteil der hier lebenden Menschen entweder Hawaiianer (haben ja eine ganz eigene Optik und die Frauen sind wunderschön) oder Asiaten aus allen möglichen Ländern. Was hier weiß ist, sind entweder vom Festland Zugezogene oder schlichtweg Touristen. Im Bus waren wir also schonmal die einzigen unserer Sorte, aber unterwegs dachte ich zeitweise wirklich nicht mehr, dass ich auf Hawaii bin und das meine ich ernsthaft. Grund: Die Umgebung, das Gebirge mit dem Regenwald (mehr dazu gleich) außenherum, das Tal dazwischen, in dem wir waren, asiatische Restaurants überall und dann diese flachen Häuser, die mich an meine alten Manga-Comics erinnert haben. Es war ein chinesischer Tempel und lag wirklich sehr abgeschieden und verträumt hinter einem Hügel, davor ein Friedhof (auch hier nur japanische Nachnamen: Hamamoto. Yoshikima. Wo bin ich hier eigentlich?) Als ich so pber den Friedhof gewandert bin, dachte ich mir, irgendwie ein schöner Ort, um begraben zu werden. Sehr ruhig, die Gräber Richtung buddhistischen Tempel gerichtet. Peaceful würde der Amerikaner sagen, mir fällt das deutsche Wort grade nicht ein. (Einziges Manko war der herüberwehende Burgergeruch...Neben dem verträumten Gebilde stand ein weniger malerischer McDonald's, aber das lassen wir jetzt mal außen vor ).



Tags drauf hatte ich einen Tag Pause gemacht und mich nur im Schatten entspannt und ein bisschen Schreibarbeit gemacht. Hatte mich die Sonne doch ein bisschen zu heftig erwischt. Abends war ich dann mit einer Schwedin und einer Norwegerin aus - was sich folgendermaßen ergeben hatte: Romy stand mittags im Frozen-Yogurt-Laden, als ich ein Mädchen mit mir wohlgebekannter Stupsnase, Solariumbräune und blondem Dutt gesehen hab. Da war zwar für mich nach einer Sekunde schon die Nationalität klar, aber die graue Lindex-Weste, die ich auch besitze, hat meine Vermutung dann abgesichert.  Ich also hin, direkt mal angesprochen. Sie: "Ja, jeg kommer fra Tønsberg." Ich hätt mich fast abgeschossen.  Tønsberger auf Honolulu, sehr schick! Auf jeden Fall hatten wir uns für den Abend verabredet, um Details auszutauschen und ich hab Kolan, eine schwedische Surferfreundin, mitgebracht. Sprachlich gab es trotz zwei gesprochener Sprachen am Tisch (Schwedisch & Norwegisch) keinerlei Probleme, man versteht sich und unterhält sich einfach in seiner Sprache und gut ist. Positiv für mich, dass ich mal wieder ein bisschen Praxis hatte, hab Gott sei Dank nichts verlernt.  (Ich persönlich mag ja Schwedisch lieber, aber das behalt ich besser für mich, sonst hagelt's hier gleich Proteste). Auf jeden Fall saßen wir bei Duke's in Waikiki, einer -gerammelt vollen - Strandbar, ein Musiker hat Jack-Johnson-Songs (absoluter Gott hier, selbstverständlich) gezupft und es gab ordentlich Cocktails unter Palmen, direkt am Ufer. Was will ich denn mehr vom Leben?

Gestern dann das Highlight meiner bisherigen Reise - und ein weiterer Traum, der in Erfüllung ging: Regenwald. Hab mich also morgens auf den Weg gemacht, um die Manoa Falls zu finden, Wasserfälle, die dort verlaufen. Susi sagt mir: Ja, geh nur mit deinen Sandalen, ich hab auch Flip Flops genommen. Bisschen matschig, aber das wird schon." Ich denke: Okay, dann mal los und (ganz schlechte Entscheidung ) latsche mit meinen bebe-Sandalen aus LA los. Der Bus brachte mich an den Fuß des Nuuanu-Reservats und lud mich da ab. Endstation. Und los ging die Wanderung.
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Ich eierte etwa eine halbe Stunde einen Trampelpfad durch den hawaiianischen Regenwald entlang und war wirklich überwältigt von so viel Grün. Lianen, dicke Bäume, Riesenfarne, Wasser hier und da, bunte Pflanzen und wenn man für eine Minute innehielt, konnte man tausende Geräusche von Vögeln und Tieren aus dem Wald hören.

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 Ja, das war ein bisschen was anderes als der Schwarzwald und doch einfach nur faszinierend. Die Luft war extrem feucht ( selbst wenn ich nur stillgestanden hätte, wäre mir alles runtergelaufen ) und nterwegs fing es dann noch an zu regnen (im Regenwald, hier brüllt die Ironie! ) und ich legte mir erst mal einen Bambusstock als Helfer zu, da der Boden mit ansteigender Höhe immer matschiger wurde. Es war kein gewöhnlicher Matsch: Es war Schlamm, der sofort trocknete und extrem schwer abzuwaschen war. Dreckig zu werden macht mir ja generell nichts aus, aber in dem Moment hab ich mich verflucht, dass drei Paar Turnschuhe in Los Angeles lagen. Was blieb mir auch übrig? Erwarte ich eine Wanderung auf Hawaii? Das war spontan, also musste ich damit leben. So sah ich auch die Manoafälle und der Anblick entschädigte für das Desaster auf dem Weg dahin, ich nahm ein Bad und machte mich dann wieder auf den Weg nach unten.

Das Ganze hatte etwa zweieinhalb Stunden gedauert. Ich muss dazu sagen, dass eine Regenwald-Wanderung an sich schon sehr viel Spaß macht, man sollte sich nur ausreichend Mückenschutz zugelegen (daran denke ich natürlich nicht. Deshalb sahen meine Beine hinterher auch dementsprechend aus). So kam ich also irgendwann wieder an, verstochen, dreckig von oben bis unten, die Hände schwarz vor Schlamm, aber immer noch gutgelaunt. Meine Sandalen haben es im Nachhinein überlebt und sehen nur ein bisschen abgeranzter aus als Vorher aber als mein Fuß samt Silberriemen-Sandalen auf einmal 3 Zentimeter tief im Schlamm versank, hätte ich trotzdem heulen können.  Ich schwöre, dass ich mich bis zum Waschbecken, an dem ich später unten wieder ankam und geschätzte drei Stunden verbracht hab, nicht mehr getraut hatte, meine Sandalen überhaupt anzuschauen. Aber was soll's, die Teile scheinen robust zu sein. Haben bisher auch schon viele Meilen ausgehalten, und das, obwohl sie erst 2 Monate alt sind, aber aussehen, als hätte Reinhold Messner sie für eine Himalaya-Überquerung benutzt. Wert war mir das aber alles in allem trotzdem gewesen.

So, nun sitze ich hier und es ist kurz nach Elf, heute Abend geht mein Flieger zurück nach LA. Ich werd jetzt noch einen Abstecher nach Pearl Harbor machen, irgendwo was essen gehen und dann gegen Abend Richtung Flughafen. Morgen früh wird gelandet, ich verbringe den letzten Tag in meinem Los Angeles (irgendwie werd ich morgen wehleidig werden, das weiß ich jetzt schon), hole mein restliches Gepäck in Santa Monica und fliege am Abend weiter und das war es dann mit Kalifornien.  Soweit mal. Wohin? Seht ihr dann.

Hawaii war auf jeden Fall eine Kette von Träumen, die in Erfüllung gingen. Der Regenwald, der hawaiianische Regen, der Strand und viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen. Ich bin zufrieden mit der Woche.

Bis dahin liebe Grüße und ein letztes Aloha von Oahu,

Romy

16.5.10 23:38


Kailua - Inselmelancholie.

Heute gibt's gleich zwei Blogs auf einmal mit dem Nachtrag von gestern.
Wow. Ich komme gerade von einem sensationellen Strandtag. Heute ging es nochmal ostwärts, aber nach Kailua. Hatte beschlossen, den Tag über außer im Sand zu dösen und im Wasser zu planschen nichts groß Weiteres zu machen.


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War herrlich, aber ich hab das Gefühl, es wird mit jedem Tag heißer. Heute hatten wir schon morgens um Neun um die 36 im Schatten und ich musste auf dem Weg zum Bus noch ne Extrabuddel Wasser holen. (Hawaii-Wasser schmeckt übrigens sehr gut. Ist weiches Wasser. Irgendwie. Keine Ahnung. Schmeckt jedenfalls. Mag ich.) So bin ich eben zurückgekommen und hab in den Spiegel geschaut und erstmal einen Schreck bekommen. Ich bin so dunkel jetzt, meine Haut schaut aus, als hätte jemand meinen Bikini weiß bodygepaintet und das auf rot-braunem Untergrund.  Natürlich auch Sonnenbrand, trotzdem geht's mir blendend, keinerlei Sonnenstich. Ich bin ja nur froh, dass ich nur eineinhalb Stunden (!) in der Sonne lag (man beachte den Effekt!) und nicht den ganzen Nachmittag lang. Sonst könnte ich wahrscheinlich nicht mehr auf meinem Hintern sitzen.

Nein nein. Also bin ich um drei los und Richtung Kailua Zentrum gelaufen. Ich bin wirklich gelaufen, weil man sich nicht auf den beschissenen Eis-Bus verlassen kann - zudem ist es mir lieber, ich latsche die 2 1/2 Meilen zu Fuß, als in diesen mobilen Gefrierschrank zu steigen.

Kailua ist ein bezaubernd kleines und verträumtes Insel-Örtchen und hat viel mehr Charakter als das überlaufene Honolulu. Eine kleine, ruhige Strandstadt, die noch echt ist, Wurzeln zeigt und viele kleine Surfshops und Inselprodukte-Läden und gutes Essen hat. Das gefällt mir schon sehr viel besser. (Übrigens liebe ich ja die bunte Surfermode. Ein bisschen wie Skater-Mode, nur mit dem Insel-Touch. Und viel, viel besser als der ganze Mainstream-Bling-Bling-Leggins-Röhrenjeans-Einheitsbrei aus den Malls. Hab zwei Paisley-Kleider und einen Hut gekauft. (Da kommt der Hippie wieder. )



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Mein Highlight des Tages war dann schließlich etwas, das ich mir schon seit etwa fünf Jahren auf die Erlebnis-Liste in meinem Leben gesetzt hab. Die Tage waren so heiß und meine Hoffnung wuchs jedes Mal ein kleines bisschen, als Wolken am Himmel aufzogen, aber heute landete dann ein Regentropfen auf meiner Nase. Fünf Minuten später hat es dann angefangen zu gießen. Es hat geschüttert und das Wasser lief die Straßen runter. Regen auf Hawaii. Noch ein kleiner Wunsch, der wahr wird.

Also bin ich, noch immer Richtung Kailua, die Landstraße im Regen entlanggelatscht, klatschnass, aber Musik an (natürlich) und topgelaunt. Ein Pickup mit einem Surfer drin hielt neben mir an: "Miss, soll ich dich in die Stadt mitnehmen? Es schüttet so extrem!" Hab nein gesagt und gegrinst. Der dachte wohl auch, ich ticke nicht mehr richtig. Hawaii-Regen ist aber anders. Hat was Zauberhaftes. Noch mehr, weil danach überall Regenbogen sind und es so gut nach Hibiskus duftet.

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Hab mir außerdem eine Ananas fürs Abendessen gekauft. Direkt am Strand, unter der Palme. Inselmelancholie.

Pläne für morgen muss ich mir heute Abend machen... auf jeden Fall bleib ich für einen Tag aus der Sonne und gehe auf Entdeckungstour. Ich denke, ich weiß auch schon, wohin...

Aloha,
Romy

13.5.10 13:19


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