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Regenwald und... wo bin ich hier eigentlich?

Aloha alle miteinander,

zuerst mal ein großes Sorry, dass ich die letzten drei Tage nicht mehr gebloggt habe, aber die Tage waren so vollgestopft und actionreich, dass ich abends nur noch ins Bett gefallen bin. Aber 30 Besucher pro Tag, wow, was für ein Schnitt. Das motiviert mich zum Weitermachen.

Vor drei Tagen ging's Richtung Valley Of The Temples raus in die Pampa, Stück hinter Honolulu. Da fährt ein Bus hin, also bin ich mit Susi einfach mal die Richtung gefahren. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass ein Großteil der hier lebenden Menschen entweder Hawaiianer (haben ja eine ganz eigene Optik und die Frauen sind wunderschön) oder Asiaten aus allen möglichen Ländern. Was hier weiß ist, sind entweder vom Festland Zugezogene oder schlichtweg Touristen. Im Bus waren wir also schonmal die einzigen unserer Sorte, aber unterwegs dachte ich zeitweise wirklich nicht mehr, dass ich auf Hawaii bin und das meine ich ernsthaft. Grund: Die Umgebung, das Gebirge mit dem Regenwald (mehr dazu gleich) außenherum, das Tal dazwischen, in dem wir waren, asiatische Restaurants überall und dann diese flachen Häuser, die mich an meine alten Manga-Comics erinnert haben. Es war ein chinesischer Tempel und lag wirklich sehr abgeschieden und verträumt hinter einem Hügel, davor ein Friedhof (auch hier nur japanische Nachnamen: Hamamoto. Yoshikima. Wo bin ich hier eigentlich?) Als ich so pber den Friedhof gewandert bin, dachte ich mir, irgendwie ein schöner Ort, um begraben zu werden. Sehr ruhig, die Gräber Richtung buddhistischen Tempel gerichtet. Peaceful würde der Amerikaner sagen, mir fällt das deutsche Wort grade nicht ein. (Einziges Manko war der herüberwehende Burgergeruch...Neben dem verträumten Gebilde stand ein weniger malerischer McDonald's, aber das lassen wir jetzt mal außen vor ).



Tags drauf hatte ich einen Tag Pause gemacht und mich nur im Schatten entspannt und ein bisschen Schreibarbeit gemacht. Hatte mich die Sonne doch ein bisschen zu heftig erwischt. Abends war ich dann mit einer Schwedin und einer Norwegerin aus - was sich folgendermaßen ergeben hatte: Romy stand mittags im Frozen-Yogurt-Laden, als ich ein Mädchen mit mir wohlgebekannter Stupsnase, Solariumbräune und blondem Dutt gesehen hab. Da war zwar für mich nach einer Sekunde schon die Nationalität klar, aber die graue Lindex-Weste, die ich auch besitze, hat meine Vermutung dann abgesichert.  Ich also hin, direkt mal angesprochen. Sie: "Ja, jeg kommer fra Tønsberg." Ich hätt mich fast abgeschossen.  Tønsberger auf Honolulu, sehr schick! Auf jeden Fall hatten wir uns für den Abend verabredet, um Details auszutauschen und ich hab Kolan, eine schwedische Surferfreundin, mitgebracht. Sprachlich gab es trotz zwei gesprochener Sprachen am Tisch (Schwedisch & Norwegisch) keinerlei Probleme, man versteht sich und unterhält sich einfach in seiner Sprache und gut ist. Positiv für mich, dass ich mal wieder ein bisschen Praxis hatte, hab Gott sei Dank nichts verlernt.  (Ich persönlich mag ja Schwedisch lieber, aber das behalt ich besser für mich, sonst hagelt's hier gleich Proteste). Auf jeden Fall saßen wir bei Duke's in Waikiki, einer -gerammelt vollen - Strandbar, ein Musiker hat Jack-Johnson-Songs (absoluter Gott hier, selbstverständlich) gezupft und es gab ordentlich Cocktails unter Palmen, direkt am Ufer. Was will ich denn mehr vom Leben?

Gestern dann das Highlight meiner bisherigen Reise - und ein weiterer Traum, der in Erfüllung ging: Regenwald. Hab mich also morgens auf den Weg gemacht, um die Manoa Falls zu finden, Wasserfälle, die dort verlaufen. Susi sagt mir: Ja, geh nur mit deinen Sandalen, ich hab auch Flip Flops genommen. Bisschen matschig, aber das wird schon." Ich denke: Okay, dann mal los und (ganz schlechte Entscheidung ) latsche mit meinen bebe-Sandalen aus LA los. Der Bus brachte mich an den Fuß des Nuuanu-Reservats und lud mich da ab. Endstation. Und los ging die Wanderung.
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Ich eierte etwa eine halbe Stunde einen Trampelpfad durch den hawaiianischen Regenwald entlang und war wirklich überwältigt von so viel Grün. Lianen, dicke Bäume, Riesenfarne, Wasser hier und da, bunte Pflanzen und wenn man für eine Minute innehielt, konnte man tausende Geräusche von Vögeln und Tieren aus dem Wald hören.

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 Ja, das war ein bisschen was anderes als der Schwarzwald und doch einfach nur faszinierend. Die Luft war extrem feucht ( selbst wenn ich nur stillgestanden hätte, wäre mir alles runtergelaufen ) und nterwegs fing es dann noch an zu regnen (im Regenwald, hier brüllt die Ironie! ) und ich legte mir erst mal einen Bambusstock als Helfer zu, da der Boden mit ansteigender Höhe immer matschiger wurde. Es war kein gewöhnlicher Matsch: Es war Schlamm, der sofort trocknete und extrem schwer abzuwaschen war. Dreckig zu werden macht mir ja generell nichts aus, aber in dem Moment hab ich mich verflucht, dass drei Paar Turnschuhe in Los Angeles lagen. Was blieb mir auch übrig? Erwarte ich eine Wanderung auf Hawaii? Das war spontan, also musste ich damit leben. So sah ich auch die Manoafälle und der Anblick entschädigte für das Desaster auf dem Weg dahin, ich nahm ein Bad und machte mich dann wieder auf den Weg nach unten.

Das Ganze hatte etwa zweieinhalb Stunden gedauert. Ich muss dazu sagen, dass eine Regenwald-Wanderung an sich schon sehr viel Spaß macht, man sollte sich nur ausreichend Mückenschutz zugelegen (daran denke ich natürlich nicht. Deshalb sahen meine Beine hinterher auch dementsprechend aus). So kam ich also irgendwann wieder an, verstochen, dreckig von oben bis unten, die Hände schwarz vor Schlamm, aber immer noch gutgelaunt. Meine Sandalen haben es im Nachhinein überlebt und sehen nur ein bisschen abgeranzter aus als Vorher aber als mein Fuß samt Silberriemen-Sandalen auf einmal 3 Zentimeter tief im Schlamm versank, hätte ich trotzdem heulen können.  Ich schwöre, dass ich mich bis zum Waschbecken, an dem ich später unten wieder ankam und geschätzte drei Stunden verbracht hab, nicht mehr getraut hatte, meine Sandalen überhaupt anzuschauen. Aber was soll's, die Teile scheinen robust zu sein. Haben bisher auch schon viele Meilen ausgehalten, und das, obwohl sie erst 2 Monate alt sind, aber aussehen, als hätte Reinhold Messner sie für eine Himalaya-Überquerung benutzt. Wert war mir das aber alles in allem trotzdem gewesen.

So, nun sitze ich hier und es ist kurz nach Elf, heute Abend geht mein Flieger zurück nach LA. Ich werd jetzt noch einen Abstecher nach Pearl Harbor machen, irgendwo was essen gehen und dann gegen Abend Richtung Flughafen. Morgen früh wird gelandet, ich verbringe den letzten Tag in meinem Los Angeles (irgendwie werd ich morgen wehleidig werden, das weiß ich jetzt schon), hole mein restliches Gepäck in Santa Monica und fliege am Abend weiter und das war es dann mit Kalifornien.  Soweit mal. Wohin? Seht ihr dann.

Hawaii war auf jeden Fall eine Kette von Träumen, die in Erfüllung gingen. Der Regenwald, der hawaiianische Regen, der Strand und viele schöne Erlebnisse und Erfahrungen. Ich bin zufrieden mit der Woche.

Bis dahin liebe Grüße und ein letztes Aloha von Oahu,

Romy

16.5.10 23:38
 


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