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Okay. Ursprünglich war mein Ziel, nach Los Angeles zurückzukehren. Amerika bestand für mich immer aus drei Hauptzielen: Westcoast, Eastcoast, South. Und ich erinnere mich an meine eigenen Worte vor ein paar Jahren, letzterer Ort interessiere mich nicht. Ha. Naives Mädel. Das war bevor ich ein GTA Vice City (direkt nochmal durchgezockt vor dem Abflug ) und Miami Vice (ich hab alle sechs Staffeln. Sauteuer, aber musste sein. Macht euch nur drüber lustig, ich steh dazu, ich liebe Johnson und Thomas. ) - süchtig wurde.

Also gut, Zwischenstopp in Miami. Warum nicht den Anschlussflug nach L.A. etwas später buchen? Gesagt, getan. Drei Tage in Florida. Alright. Hab keinerlei Informationen, hab keinen Plan von irgendwas, aber gut Romy, mach halt mal, schau, in welcher Scheiße du rauskommst.

Wer zum Henker glaubt, dass der Flug nach Miami länger dauert als an die Westküste? Ich habe geschlagene 12 Stunden via Irland, Neufundland, New York (hey, man sieht das Empire von oben ) und den ganzen langen Weg runter ins allerletzte Eck der "Ostküste". Für mich trotzdem Süden, weil Kuba nur 140 km entfernt ist. Ich schätze mal, die meisten Menschen wissen nicht mal, wie weit unten Miami wirklich ist, es liegt am Golf von Mexico, klimatisch in den Tropen und in der Ecke von Jamaica und dem ganzen anderen Galama außenrum.

Und es war wirklich so irre: Stellt dir vor, du landest, eingepackt wie eine Zwiebel mit deinem Mantel und hundert Lagen und voll ausgerichtet auf Temperaturen unter Null (Norwegen-Trauma) und DANN steigst du aus und ein verdammter warmer, feuchter Luftfön bläst dich fast zurück in den Flieger. What the fuck, es ist Januar und ich brauche ein Sommerkleid?! Total cool.

Kaum angekommen am Miami International Airport, festgesteckt am Zoll. Natürlich. Amerikaner. Ich spaße mit dem Zollmenschen "Hehe, vielleicht hab ich eine Bombe?" Er fand das offensichtlich nicht sehr lustig und so saß ich fünf Minuten später in einem Hinterbüro. Mit noch mehr "ominösen" Menschen.
Was für ein Witz. (Und an dieser Stelle möchte ich gerne das Film-Klischee von konstant Donut-essenden US-Officern bestätigen. Da stand ein Donut-Automat.)

Miss, wo wollen Sie hin, warum sind Sie hier? Haben Sie genug Geld mit sich, was arbeiten Sie und warum haben Sie kein Rückflugticket? (Entschuldigung mal?). Fragt doch gleich, welche Farbe meine Unterwäsche hat.

8 Uhr, zwei Stunden später, ich bin endlich draußen und Danke Gott, dass es so lange gedauert und mittlerweile dunkel war, denn das machte den Weg nach Miami Beach perfekt.
Also rein in die Karre und was dann kam, war bei Weitem das Schönste, was ich bisher in meinem Leben gesehen hab (und ich hab viel gesehen!):

Wie die meisten von euch wissen dürften, ist Miami folgendermaßen aufgebaut: Miami Festland, dann Brücken, Inseln, Brücken, Inseln, Brücken, Miami Beach. Faktisch. Also fährt man weg vom Festland, über diese langen Brücken, überall um dich herum warmer Tropenwind, Palmen, Wasser und Speedboote (Vice, Vice, Vice!
) und vor allem über diese eine spezielle Brücke, genannt MacArthur Causeway. Rechts von einem Downtown mit all den spiegelnden, beleuchteten Wolkenkratzern und den Farbspielen auf dem Wasser, links Star Island mit den ganzen dicken Hütten. Ich hab keine Worte für das, ihr müsstet das selbst sehen. Irre. Es macht einen einfach nur sprachlos.

ImageBanana - miami2.jpg

(Ich will nicht erwähnen, dass Jan Hammer's Crockett's Theme während diesem visuellen Orgasmus auf der einen Seite extremen Kitsch verursacht, aber zugleich einfach nur Gänsehaut... weil es einfach so wunderschön ist und man alles zusammen braucht, um es perfekt zu machen. Einmal im Leben. Basta.)
Wo bleibe ich? Es gibt gar keine andere Option als das Colony (ja ja, das eine mit dem blauen Neonlicht - für die GTA-Jungs besser bekannt als der erste Speicher-Checkpoint...) auf dem Ocean Drive. Wie auch immer, Ocean Drive rockt total.
Ich liebe den Kulturencrash in Miami: Du hast Jamaiker, Haitianer, Kubaner, Schwarze, Weiße, alles an einem Platz, alles an einem Ort und die ganze Ecke ist zweisprachig mit Spanisch.




Kubanischer Einfluss ist überall. Ob's Essen, Musik, frozen Margaritas, tanzende Leute ("SHAKE YOUR BOOTY!"
), die ganze Stadt und ihre Farben erinnern einen an eine riesige Fiesta. Hab niemals was Vergleichbares gesehen, ich bin wie ein Schwamm herumgelaufen und hab alles um mich herum aufgesauft, hab jeden angerufen, dass ich soeben den Platz der Plätze auf dem Erdball gefunden hab. (L.A. wurde Nebensache, ohne Witz). Das ist mein neuer Lieblingsort. Defitiniv.

Und ich empfehle das wirklich jedem, die Flüge sind momentan billiger denn je (Air Berlin ab 300 € two-way. Das ist bald billiger als Spanien. Und wer braucht Spanien? ) Also geht da hin. Bitte. Ihr habt verdammt nochmal die Zeit eures Lebens.

Sonnenaufgang, ich hab meine Laufrunde auch in Miami absolviert. Den ganzen Strand runter, samt iPod und Flash FM Sound. (Mann, was soll man denn sonst hören? Es passt halt.)


Hab auch eine Runde mit dem Jet-Ski gedreht. War das erste Mal und ich erstmal total auf dem Schlauch. ("OMG, wie lenke ich das Ding?
" - "Nicht so schnell, Miss. Bremsen." - "Ja, würde ich ja, aber ich weiß nicht, wie. Uh, das war das Gaspedal." - "Hieeeergeblieben...!"
Aber es macht großen Spaß und ist einfach nur der totale Adrenalinkick, durch die Biscayne Bay zu rasen, Vollspeed um die Inselchen herum, Möwen zu jagen und der Wind um einen herum.

Ich gebe zu, dass mit einem Delfin zu schwimmen ein Kleinmädchentraum von mir war. Also stand ich am dritten Tag unten auf Key Biscayne im Seaquarium und machte Bekanntschaft mit dem 24-jährigen Novel, der eine weiche Lederhaut wie eine Banane hatte, mit mir quer durchs Wasser gebrettert ist und mir Küsschen gab. Süßes Ding, war es wert, auch wenn es wie aus Eimern gepisst und gehagelt hat. (Das sieht man natürlich auf dem hübschen Bild nicht. Und man sieht auch nicht, dass ich mir im 14-Grad-Becken den Hintern abgefroren hab).


ImageBanana - 1.jpg


Und ja.. was bleibt noch zu sagen? Ein zufälliger, völlig ungeplanter Zwischenstopp war ein Schlüsselerlebnis mit einer Stadt, die mich davor nicht mal interessiert hat.
Ich hätte im Sommer auch direkt vom LAX nach Deutschland fliegen können, aber typisch ich musste auch den Rückflug wieder über the city that keeps the roof blazin' buchen. Noch in Miami hab ich die Airline angerufen und umgebucht (zumindest für das erste Mal... aber das ist eine andere Geschichte... )
Also bin ich im Sommer wieder hier. Kann's nicht erwarten.

ImageBanana - Star20Island20Drive.jpg
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Los Angeles
Miami [Januar 2010]

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